• Freiheit

    Das Lernen zu Hause gibt den Familien eine große Freiheit, sich wirklich wahren, guten und schönen Inhalten zu widmen; die Werte an die Kinder weiterzugeben, die den Eltern am Herzen liegen und zu lernen, wo und wann es sinnvoll ist; ob am Schreibtisch, in der Natur, oder auf einer Reise um die Welt.

  • Individualität

    Jedes Kind hat unterschiedliche Stärken, Schwächen und Vorlieben, und jedes Kind hat eine andere Lerngeschwindigkeit. Hausschule bietet den idealen Rahmen, um auf jedes Kind mit seinen Bedürfnissen individuell einzugehen.

  • Effektivität

    Dadurch, dass jedes Kind in seiner eigenen Geschwindigkeit lernt, werden Frustration und Wissenslücken vermieden und das Lernen wird wesentlich effektiver. Dies ermöglicht ein deutlich höheres Bildungsniveau und gibt den Kindern genügend Zeit zu denken, zu reifen und einfach nur Kind zu sein.

  • Einheit

    Es ist immer wundervoll zu sehen, wie die Harmonie in der Familie größer wird und sie zusammenwächst. Die Jüngeren lernen von den Älteren, die Älteren übernehmen Verantwortung für die Jüngeren, und einheitlich strebt man zu gemeinsamen Zielen.

  • Reinheit

    Reinheit ist eine große Kraft und Schönheit, die bei den Kindern erhalten bleibt und wächst, wenn sie nicht mehr stetig der Destruktivität der heutigen Gesellschaft ausgesetzt werden und sie aus dem sicheren und geschützten Rahmen der Familie heraus agieren können.

  • Hausschule funktioniert dann gut, wenn sie von beiden Eltern unterstützt wird und einer von ihnen zuhause bleibt um sich ihr zu widmen. Eltern zu sein ist eben eine Berufung und ein vielfacher Beruf. Bei den jüngsten Kindern übernimmt dieser Elternteil die Funktion eines Lehrers. Bei den Älteren achtet er auf Disziplin und steht für Fragen und Probleme bereit, denn die Kinder wachsen Schritt für Schritt in die Selbstständigkeit. Bei guter Anleitung und gut vorbereitetem und selbsterklärendem Material geht das besonders gut und schnell. Dies ist ein Ziel unseres Kurrikulums.

  • "Ich habe so viel aus meiner Schulzeit vergessen, wie kann ich dann meine Kinder unterrichten?"

    Dies ist eine häufig gestellte Frage. Unser Kurrikulum nimmt schon in der ersten Klasse die Eltern an die Hand und hilft ihnen, die eigenen Kinder zu unterrichten. Umso älter die Kinder werden, umso weniger sind es die Eltern, die unterrichten: es sind die Kinder, die sich anhand des Kurrikulums selbst unterrichten. Es ist also nicht notwendig, daß Eltern alles können und wissen, was sie sich an Bildung für ihre Kinder wünschen. Und wenn sie mal eine Frage haben, die Sie nicht beantworten können, machen Sie sich eben gemeinsam auf die Such nach der Lösung; auch dies verhilft zu Lebenstüchtigkeit.

  • "Ich habe fünf Schulkinder und ein Kleinkind, wie kann ich mich da allen widmen?"

    Es empfiehlt sich zu Beginn des Schuljahres einen genauen Zeitplan aufzustellen, den man noch im Verlauf nach Bedarf anpasst. Kinder in der ersten und zweiten Klasse benötigen nur kurzen Unterricht, Kinder in der dritten bis sechsten Klasse können schon für viele Aufgaben alleine gelassen werden, und ab ungefähr der siebten Klasse arbeiten viele Kinder schon vollständig selbstständig. Sobald die Älteren 12 Jahre alt werden, werden sie eine wirkliche Hilfe im Haushalt und sind auch schon in der Lage ihren kleineren Geschwistern bei der Schule zu helfen. Es ist also tatsächlich möglich, mit vielen Kindern in der Familie zu lernen, wie das Beispiel von zahlreichen Familien zeigt, die es durch diese anspruchsvolle Zeit erfolgreich geschafft haben.

  • Wie schließen die Kinder Freundschaften und lernen sozialen Umgang?

    Geschwister sind ideal um sozialen Umgang zu lernen; wenn es keine gibt (z.B. bei einem Einzelkind), sollten Sie, sich mit anderen Familien zusammen schließen. Aber auch bei kinderreichen Familien müssen sich die Eltern um die Kontakte ihrer Kinder kümmern. Freundschaften mit anderen Familien sollten auf jeden Fall gepflegt werden, da sie für Kinder und Eltern einen bereichernden Austausch bieten. Es gibt außerdem unzählige Möglichkeiten, wie bei Pfadfindern, Sport- und anderen Vereinen Mitglied zu werden und auf Ferienlager gehen. Hausschule lässt da sogar noch mehr Freiheiten, da sie einem deutlich mehr Flexibilität bietet.

    Ein Umfeld mit Erwachsenen und Kindern unterschiedlichen Alters ist erstens natürlicher, und bietet außerdem bessere Möglichkeiten um soziale Fähigkeiten zu erlernen. Kinder schauen typischerweise zu den Älteren auf, die ihnen in den meisten Fällen tatsächlich etwas voraus haben und die früh Verantwortung für die Jüngeren übernehmen. Mobbing kommt in so einem Umfeld weniger vor; schon allein durch das Alter sind alle natürlicherweise unterschiedlich, wodurch es mehr Offenheit für die Verschiedenartigkeit der Anderen gibt; die Älteren haben schon eine gewisse Distanz zu Kleinlichkeiten und können so auch vermitteln, wenn Jüngere sich streiten.

  • Unser Kurrikulum ist so aufgebaut, daß in verschiedenen Fächern Geschwister, die im Alter nah beinander liegen, das gleiche lernen und sich Geschwister mit einem größeren Altersunterschied dem gleichen Thema auf unterschiedlichem Niveau widmen. Passend zu den Themen legen wir den Familien sehr ans Herz, eine Stunde am Tag gemeinsam zu lernen, zu diskutieren, in Spielen das Gelernte zu prüfen und zu wiederholen und Museen, Konzerte oder die Natur zu entdecken. Dadurch wird das Gelernte vertieft, verfestigt und bereichert, die Kinder schärfen ihre Gedanken im Austausch mit den anderen Familienmitglieder, und die Familie wächst noch stärker zusammen. Diese Stunde nennen wir  "Hora Aurea", also die goldene Stunde, weil sie sich als so fruchtbar für schon viele Familien erwiesen hat.